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Häufig gestellte Fragen zur Haarentfernung durch Photothermolyse

Wie viele Behandlungen sind notwendig?

In der Regel bei normalen und braunem bis dunklem Körperhaarwuchs und ungebräunter, heller Haut sind 5-8 Behandlungen im Abstand von 4 Wochen bis 3 Monaten (Gesichtsbehaarung in kürzeren Abständen) notwendig um eine fast völlige Haarfreiheit zu erreichen. Danach sollte jeweils im Abstand von 6-12 Monaten nachbehandelt werden um hormonell bedingten weiteren Haarwuchs und vorher noch inaktive Follikel zu entfernen.

Ist die Photothermolyse wirklich nur die einzige wirtschaftliche Art zur dauerhaften Haarreduzierung?

Ja – Nur mit Lasern und IPL-Geräten lassen sich große Hautareale schnell behandeln. Mit Elektrolysegeräten muss jedes einzelne Haar mindestens eine Minute behandelt werden. Bei der Beinbehandlung kann das zur mehrtägigen Sisyphusarbeit ausarten. Es gibt noch keine äußerlichen chemischen oder mechanischen Behandlungen die dauerhaftHarrwurzeln veröden können.

Kann ich auf frisch gebräunter Haut behandeln?

Nein - daher ist es sinnvoll mit der Behandlung zu warten bis die Urlaubsbräune verblasst ist. Dadurch hat man in den Wintermonaten meist ein höheres Behandlungsaufkommen. Bei dauerhaften dunkleren Hauttypen (Typ 4-6) ist von einer Haarentfernung mittels Photothermolyse abzusehen oder die Energie ist so weit zu verringern, dass sehr viele Behandlungen notwenig sind. Bei dauerhaften leicht braunem Hauttyp (Typ 3) empfiehlt es sich vorher kleine Stellen mehrmals zur Probe zu behandeln, um zu sehen welche Energie genommen werden kann.

Kann ich blonde, rote oder graue Haare entfernen?

Ja/Nein – In der Regel gilt je höher der Melaningehalt in der Haarwurzel, desto mehr Energie adsorbiert sie und umso besser reagiert sie auf die Photothermolyse. Dies ist vor allem bei braunen oder dunklen Haaren der Fall. Lichtfrequenzbegrenzungen durch Filter oder andere gerätetechnische Methoden, wie vielfach angeboten und behauptet wird, bieten hier auch kaum eine Lösung, da sich helle Haarwurzeln farblich kaum vom Umgebungsgewebe abheben. Es gibt allerdings eine bestimmte Behandlungsmethode mit IPL, die einen gewissen Erfolg verspricht (ca. 50 % dauerhafte Reduzierung oder mehr). Active hat als erste Firma diese Methode erforscht und als Sinnvoll empfohlen.

Kann ich bei Kunden bzw. Patienten mit sehr ausgeprägten Körperhaarwuchs eine dauerhafte Haarentfernung mit 5-8 Behandlungen erzielen?

Nein - weil sich hier hormonell bedingt immer wieder neue Haare aus vorher inaktiven Follikeln bilden. Bei ausgeprägter Hypertrichose oder bei Männern mit kräftigen Körperhaarwuchs (vor allem auf Armen, Schulter, Rücken und Brust) kann man anfangs im kürzerem Abstand von 4-8 Wochen behandeln, weil meistens die Haarwurzeln sehr eng neben-, über und untereinander liegen. Nach ca. 5-15 Behandlungen kann der Zyklus auf ca. 2-3 Monate verlängert werden. Aber in der Regel wird hier eine einigermaßen zufriedene Haarfreiheit nur bei lebenslanger Behandlungswiederholung alle 4-12 Monate erreicht. Bei Frauen übernehmen in einem solchen Fällen viele private und einige, wenige gesetzliche Kassen die Kosten.

Ist die Haarentfernung völlig Nebenwirkungsfrei?

Nein – Die höchste Energiestufe sollte nur bei völlig heller ungebräunter Haut gewählt werden – trotzdem tritt auch hier eine Hautrötung ein die nach wenigen Minuten bis Stunden zurückgeht. Ist die Energie zu hoch gewählt worden, kann es zu einer stärkeren Verbrennungsrötung bis hin zu Blasen und Pustelbildung und anschließender Wund und Krustenbildung kommen, die erst nach einigen Tagen bis Wochen abheilt. Zudem kann es zu Pigmentverschiebungen bei (auch leicht) dunklen Hauttypen (Typ 3-6) kommen, die meistens nach einigen Wochen zurückgehen aber auch bleibend sein können.
Um Verbrennungen, Pigmentverschiebungen und Unverträglichkeiten zu vermeiden, sollte erst an kleineren Stellen probebehandelt werden. Die erste Behandlung sollte auf einer niedrigen Energiestufe erfolgen, bei der der/die Patient/in keinen Schmerz verspürt. Für die Folgebehandlungen kann die Energie jeweils Stufenweise erhöht werden. Dabei gilt - es ist besser zwei bis drei Behandlungen mehr zu brauchen als eine Verbrennung zu provozieren.

Ist die Haarentfernung völlig Schmerzfrei?

Nein – auf gebräunter, roter oder dunkler Haut nicht. Nur auf heller, unbehaarter Haut fühlt sich der Lichtblitz wie eine angenehme kurze Hitze oder Wärme an. Je mehr Haarwurzeln mit einem Lichtblitz erfasst und verödet werden, desto mehr spürt man. Die Empfindung ist vergleichbar von einem kurzen Prickeln bis zu einem kleinen Gummi was auf die Haut gepflitscht wird. Bei sehr starkem Haarwuchs können größere IPL-Handstücke mit weißemKlebeband teilweise abgeklebt werden um die Behandlungsfläche zu verkleinern. Treten bei normalem Haarwuchs starke Schmerzen auf sollte man sofort mit der Energie runtergehen oder die Behandlung abbrechen, da wahrscheinlich eine leichte Vorbräunung, Rötung oder Reizung vorliegt – daher während der Behandlung immer nach dem Schmerzempfinden fragen.

Erhöht Behandlungsgel bei IPL-Geräten nicht unnötig den Aufwand und die Kosten?

Nein – bei den meisten IPL-Geräten muss vorher Gel aufgetragen werden um die optische Kopplung mit der Haut zu gewährleisten. Ohne Gel kann der Lichtblitz nicht senkrecht, tief in die Haut geleitet werden und wird schon oberflächlich gestreut und adsorbiert (Gefahr von Verbrennungen!!!). Zudem kann das Gel zur Vorkühlung (Aufbewahrung im Kühlschrank ratsam) bei empfindlicher Haut genutzt werden. Als Behandlungsgel eignet sich handelsübliches medizinisches Ultraschallge.

Muss vorher rasiert werden?

Ja - Es muss vorher immer rasiert werden, da Haare die oberflächlich verbrennen zu kleinen Verbrennungen führen könnten und das Licht nicht in den Bereich darunter durchlassen. Es ist jedoch ratsam die Haare ca. 1-2 mm raus stehen zu lassen (entweder ein paar Tage vorher rasieren oder Elektrorasierer mit Kurzhaarfunktion), um die Effektivität zu erhöhen.

Kann man pauschal eine Energiedichte (J/cm²) bei allen Geräten angeben, die zur Haarentfernung nötig ist?

Nein – Geräte mit längerer Impulsdauer brauchen eine höhere Energiedichte um tiefer in die Haut eindringen zu können. Leider gibt es mittlerweile auch Blitzgeräte und Diodenlaser zur Haarentfernung im nicht professionellen Bereich mit viel zu geringer Energiedichte und/oder langer Impulsdauer, die im günstigsten Fall nur eine kurzzeitige Deaktivierung der Haarwurzel erreichen. Der wichtigste Wert, der aber häufig nicht angegeben wird, ist die maximale Leistungsdichte in Watt pro cm². Je höher dieser ist, desto tiefer dringt das Licht in die Haut ein. Da unsere Geräte selbst bei höchster Energiestufe eine kurze Pulsdauer haben, beträgt die maximale Leistungsdichte 4000 Watt/cm² und dringt damit tief in die Haut ein.

Was bedeutet die FDA-Zulassung zur dauerhaften Haarreduzierung?

In den USA dürfen im professionellen und medizinischen Bereich nur Geräte mit entsprechender FDA-Zulassung benutzt werden. Zusätzlich gibt es eine höhere FDA-Zulassung 510(k) die dem Hersteller und Nutzer erlaubt mit "dauerhafter Haarreduzierung" zu werben. Diese Zulassung bekommen nur Geräte, die in umfangreichen, unabhängigen, klinischen Studien auf Ihre Wirksamkeit und Unbedenklichkeit geprüft wurden. In den Studien muss nachgewiesen werden, dass nach einem bestimmten Zeitraum von mehreren Monaten nach Abschluss der Behandlung mindestens 70-80 % der Haare in einem bestimmten Areal nicht nachwachsen. Das Crystal-512 und das Record-618 wurden hierzu von 2002 bis 2004 an 2992 Probanden getestet. April 2005 haben beide Geräte die begehrte FDA-Zulassung zur „dauerhaften Haarreduzierung" bekommen (510(k) Summary of Safty and Effektiveness). In der EU reicht die CE-Zertifizierung aus, die nur Aussagen zur Sicherheit aber nicht zur Wirksamkeit enthält. In den USA darf mit allen Geräten nicht mit dauerhafter Haarentfernung (wie es in Deutschland der Fall ist) sondern nur mit dauerhafter Haarreduzierung geworben werden, da jederzeit Haare aus inaktiven Follikeln hormonell aktiviert werden können. Dadurch ist eine dauerhafte 100% Entfernung nicht möglich.